Samstag, 3. Oktober 2009

03.10. (Sa - Tag 16 - Kathmandu)

Der Tag, auf den Ralf und ich uns schon gefreut hatten: Rückflug nach Kathmandu, und zwar mit dem Helikopter. Zugegeben: Ein wenig mulmig war uns schon. Die Technik ist sicherlich nicht immer einwandfrei hier in Nepal. Und die Winde hatten wir ja schon selbst kennengelernt. Nun ja.

Der Helikopter sollte um 9.00h oben bei dem Kloster landen. Also mussten wir zeitig aufstehen, frühstücken und wieder die 200m von der Lodge nach Tengboche hochsteigen. Ach ja, das war übrigens eine ganz schön steile Steigung, das hatte ich gestern gar nicht erwähnt. Ralf hatte seine Schuhe unserem Bergführer Ram geschenkt, ich meine im Gepäck verstaut. Insofern liefen wir die Strecke mit Sportschuhen.

Um 9.00h waren wir oben - aber das Wetter war sehr bedeckt. Also war es mehr als fraglich, ob der Helikopter überhaupt kommen könnte. Wir setzten uns also in eine Lodge, tranken Tee und spielten Karten. Alexander und Harald waren auch dabei, denn sie mussten ohnehin den Weg bis dahin laufen und dann von da aus weiter nach Namche Bazar gehen.

Ram, unser Führer, telefonierte mit dem Helikopter und fand heraus, dass er in Kathmandu (also ca. 1 Stunde entfernt) noch gar nicht losgeflogen war, denn dort regnete es in Strömen. Im Grunde war es heute das erste Mal, dass wir so Pech mit dem Wetter hatten.

Nach längerem Warten bekamen wir dann die Nachricht, dass der Helikopter nun am Flughafen in Lukla angekommen sie und aufgetankt werde. Nach weiterem Warten hiess es dann, dass er losgeflogen sei. Also noch ca. 20 Minuten warten.

In der Zwischenzeit hatten wir Alexander und Harald verabschiedet, denn die hatten noch eine lange Etappe vor sich und es war ja nicht ganz gewiss, wann der Heli ankommen sollte.

Der Helikopter landete dann auf einer Weide und nicht auf dem Heliport. Vorher hatte uns noch ein Einheimischer gefragt, ob er mitfliegen dürfe, weil seine Schwester in Kathmandu krank geworden sei. Das war sicherlich eine glatte Lüge, aber wir nahmen den Mann mit. Vielleicht bringt das uns irgendwann mal Glück.

Der Flug war mehr als Wahnsinn. Der Helikopter blieb in Tengboche nur wenige Minuten am Boden, weil es sich zwischenzeitlich immer wieder zugezogen hatte. Er wollte so schnell wie möglich aus dieser waschküche raus. Zunächst ging es ca. 10 Minuten nach Lukla. Dort landeten wir kurz, verstauten das Gepäck besser und tankten erneut. Dann ging es weiter. Der Helikopter musste recht hoch fliegen, weil er immer wieder über den einen oder anderen Bergkamm musste. Und hinter jedem Kamm ging es steil bergab, so dass die auftreibenden Winde den Helikopter stark schaukelten.  Manchmal war das gar nicht so witzig.


Der Flug dauerte ca. 50 Minuten. Man kann es nicht mit Worten beschreiben. Unglaublich. Ich habe Fotos gemacht und Ralf hat gefilmt. Unter uns wurde es immer grüner und man konnte gut den terrassenweisen Anbau sehen. Und endlich waren wir in Kathmandu. Am Flughafen. Sicher gelandet. Puh!

Vom Flughafen aus ging es per Taxi zum Hyatt Hotel (s.Foto: Lobby), die beste Adresse am Platz. Dort hatten wir zuvor 2 Zimmer gebucht. Glücklicherweise hatte man uns dann auch noch geupgradet auf 2 Suiten. Und die waren natürlich ein sehr krasser Gegensatz zu dem, was wir in den letzten beiden Wochen erlebt hatten: Weiche Betten, tolle Dusche & alles drum und dran. Ich muss es ja nicht im Einzelen beschreiben. Könnt ihr euch ja vorstellen.

Auf jeden Fall haben wir erst einmal lecker gegessen. Ich einen grossen Salat zu Beginn. Frischer Salat. Jaaaa. Und später auch Früchte. Mann, wie habe ich Salat und Früchte vermisst. Immer nur Nudeln, Reis und Kartoffeln. Das kann ja keiner aushalten. OK, zwischen Salat und Früchten gab es auch ein paar Mal den Gang zum Hauptteil des Buffets, Steaks & Co. Hmmmmm...

Den Tag haben wir einfach genossen. 2x gab es übrigens Stromausfall - ein Mal war ich gerade unter der Dusche und hatte mich einshampooniert. Tja, ist aber nichts passiert zum Glück. Das Hotel hat sicherlich einen umfassenden Plan B für solche Fälle. Denn in Kathmandu fällt das Stromnetz schon mal für 18 Stunden aus.

Schließlich sind wir dann todmüde ins Bett gefallen. Und in was für Betten :)

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